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10 einfache Wahrheiten, die Eltern allzu schnell vergessen

Eltern befinden sich in einer Bubble – abgeschottet von der Außenwelt.

In dieser Bubble ist es zwar gemütlich. Aber es werden oft die einfachsten Dinge vergessen. Und tatsächlich gibt es die „Mütter-Demenz“. Durch den ständigen Schlafmangel und Stress sind Mütter in dieser Zeit, sagen wir mal nicht ganz so fit…

Das selbe Phämomen trifft natürlich auch auf Väter zu.

Durch diese Demenz werden oft  die einfachsten Dinge vergessen – Wahrheiten über die eigenen Kinder. Das ist der Moment, wenn alles schief läuft.

In diesem Artikel bekommst du wieder Erziehungstipps. Ich erkläre dir 10 einfache Wahrheiten, die Eltern allzu schnell vergessen.

  1. Kinder lassen sich nicht kontrollieren

Deine Kinder sind keine Roboter, die du auf Knopfdruck steuern kannst. Es sind Menschen, wie du und ich. Lässt du dich kontrollieren?

Also ich nicht…

Und deine Kinder lassen sich genau so wenig kontrollieren. Das liegt in der Natur der Menschen. Menschen haben ihren eigenen Willen.

Und das ist auch gut so.

Es ist ein Mythos, dass du deine Kinder kontrollieren kannst. Du bist nicht rund um die Uhr bei deinen Kindern. Du kannst sie nicht immer überwachen.

Wenn sie  unbedingt etwas wollen, machen sie das so wie so – ob es dir passt, oder nicht.

2. Du kannst deinen Kindern nichts verbieten

Deine Kinder lassen sich von dir nichts verbieten.

Durch ein Verbot bewirkst du das genaue Gegenteil. Du machst die verbotene Sache nur interessanter. Die Ärzte haben ihr Album nicht umsonst „Über 18″ genannt“. Rate mal wer das Album gekauft hat!

Das ist Marketing.

Möchtest du deinen Kindern Computerspiele vermarkten? Dann verbiete sie ihnen nicht. Du kannst aber trotzdem dafür sorgen, dass deine Kinder nicht rund um die Uhr zocken.

Wie machst du das?

Du musst dafür sorgen, dass für deine Kinder Computerspiele nicht interessant sind. Ich weiß, das ist gar nicht so einfach…

Aber meine Mama hat genau das gemacht.

Sie hat mir nie verboten, Computerspiele zu spielen. Aber sie hat mir ihre Meinung zu diesen erklärt und diese Meinung mit Argumenten belegt.

Ich habe auch hin und wieder bei meinen Freunden Computerspiele gespielt.

Aber ich habe nie welches besessen. Sie waren einfach nicht interessant für mich. Und heute bin ich selbst gegen Computerspiele – während andere in meinem Alter spielen ohne Ende.

3. Auch Eltern haben mal einen schlechten Tag

Eltern müssen immer stark und topfit sein.

Das halte ich für einen Mythos: Auch du hast mal einen schlechten Tag. Ich habe auch öfter einen schlechten Tag, obwohl ich ein extremer Optimist bin.

Du musst nicht immer in Topform sein.

4. Kinderspiele können langweilig sein

Mit seinen Kindern zu spielen kann ganz witzig sein – aber es kann auch echt langweilig sein.

Als Erwachsener interessieren dich einfach nicht mehr die selben Spiele wie vor 10, 20 oder 30 Jahren. Wer hockt schon gern in gekrümmter Haltung in der Krabbelecke? Die Bastelfreude ist nach einem langen Tag im Job vielleicht auch nicht mehr so ausgeprägt.

Und für den Trampolinwettbewerb ist der Beckenboden auch nicht mehr das, was er mal war.

Verbringe Zeit mit deinen Kindern. Aber gehe Kompromisse ein, bevor du zugrunde gehst. Du musst nicht stundenlang durchspielen. Lege eine Kaffeepause ein!

5. Die erste Zeit ist anstrengend für die Beziehung

Viele angehende Eltern vergessen das: Kinder sind zwar etwas Tolles. Und sie können eine echte Bereicherung für dein Leben sein.

Aber die erste Zeit ist anstrengend für die Beziehung.

Bisher konntest du die Zweisamkeit mit deinem Partner genießen: gemeinsam Sport machen, Ausflüge und Reisen unternehmen und Sonntags lange im Bett bleiben.

Diese Zeit ist jetzt vorbei.

Ein Kind braucht viel Aufmerksamkeit. Übermüdung und Stress sind die Folgen. In dieser Zeit sollte die Beziehung lieber nicht hinterfragt werden, weil ein Ausnahmezustand herrscht.

6. Die Eltern brauchen den Mittagsschlaf dringender als das Kind

Kinder brauchen viel Schlaf. Das ist kein Geheimnis. Aber in Wirklichkeit bräuchten die Eltern den Mittagsschlaf dringender als das Kind.

Der Rat „Schlaf, wenn dein Kind schläft“ funktioniert nicht.

Wenn dein Kind schläft, hast du erst einmal Zeit für deine Erledigungen: Die Spülmaschine muss ausgeräumt werden. Die Wäsche muss aufgehängt werden. Und du musst auch einmal etwas essen.

7. Eltern dürfen auch unvernünftig sein

Eltern müssen ein Vorbild sein.

Das ist auch richtig so. Aber Eltern sind eben auch „nur“ Menschen. Du musst dich nicht immer gesund ernähren. Du darfst dir auch mal etwas Süßes gönnen.

Du musst das aber nicht unbedingt vor deinem Kind machen. Nutze die Zeit, wenn dein Kind schläft. 😀

8. Dein Kind liebt dich – auch wenn du nein sagst

Vielen angehenden Eltern fällt das Nein-Sagen schwer.

Sie lieben ihr Kind und möchten ihm jeden Wunsch erfüllen. Das ist aber nicht die beste Erziehung für das Kind. Kinder müssen mit Ablehnungen zurechtkommen.

Dein Kind liebt dich nicht weniger, wenn du nein sagst.

Es ist auch nicht verletzt. Gib nicht nach, wenn es zu weinen anfängt.  Dein Kund muss lernen, dass es nicht alles bekommt, was es möchte – schon gar nicht, wenn es weint.

9. Du brauchst weniger Schlaf als du denkst

Ständiger Schlafmangel ist schlecht für die Haut und für die Leistungsfähigkeit.

Das ist ein Mythos: Ein Schlafmangel auf Dauer ist sicher nicht gesund. Aber für eine begrenzte Zeit hält dein Körper das aus.

Dein Körper gewöhnt sich an den Schlafmangel.

Während meiner Zeit beim Bundesheer habe ich durchschnittlich 4-5 Stunden unter der Woche geschlafen. Ich hatte oft lange Dienst und nebenbei noch eigene Projekte. Mein Körper hat sich daran gewöhnt. Und dann hat es sich nicht mehr so schlimm angefühlt.

10. Das Eltersein ist eine Achterbahn der Gefühle

Eine stabile, positive Gefühlslage ist wichtig für das Kind.

Aber im Leben ist nichts konstant – vor allem nicht die Erziehung eines Kleinkindes. Es gibt nun mal vier Jahreszeiten. Und diese vier Jahreszeiten wirst du bei der Erziehung deines Kindes spüren.

Du wirst stolz, glücklich, besorgt und wütend sein.

Fazit

Es gibt in keinem Bereich so viele Mythen wie im Elternsein. Die Eltern stecken oft in ihrer Eltern-Bubble und erkennen die Realität nicht mehr.

In diesem Artikel hast du 10 Wahrheiten gelernt, die du dir in stressigen Familiensituationen vor Augen führen solltest:

  1. Kinder lassen sich nicht kontrollieren.
  2. Du kannst deinen Kindern nichts verbieten.
  3. Auch Eltern haben mal einen schlechten Tag.
  4. Kinderspiele können langweilig sein.
  5. Die erste Zeit ist anstrengend für die Beziehung.
  6. Die Eltern brauchen den Mittagsschlaf dringender als das Kind.
  7. Eltern dürfen auch unvernünftig sein.
  8. Dein Kind liebt dich – auch wenn du nein sagst.
  9. Du brauchst weniger Schlaf als du denkst.
  10. Das Elternsein ist eine Achterbahn der Gefühle.

Welche Wahrheiten werden von Eltern noch vernachlässigt?

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